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Zum Gedenken
Arnold

 als Exkursionsleiter im Steinbruch Schicker Bad-Berneck

10-Silberrose (1)

Eberhard Arnold überreicht einen Erinnerungkrug an
 Dr. Lehrberger von der TU München

Eberhard Arnold
29.01 1929 bis 8.11. 2002

Am 8. November 2002 verstarb im Alter von 73 Jahren völlig unerwartet Herr Dipl.- Ing. Eberhard Arnold. Wir verlieren mit ihm eines der vor allem in den Bereichen Geologie, Paläontologienund Mineralogie engangiertesten Mitglieder unserer Gesellschaft. Allerdings galt sein Interesse nicht nur den Geowissenschaften, sehr beschlagen und er konnte auch hier aus dem Vollen schöpfen.
Eberhard Arnold wurde am 29. 01. 1929 in Hirschberg (Riesengebirge, Schlesien) geboren. Im Jahre 1945, er hatte seine Schulzeit noch nicht beendet, floh er über Österreich nach Landshut/ Niederbayern. Nach einer Maurerlehre in Landshut nahm E.Arnold das Studium des Bauingeneurwesens am Polytechnikum in München auf. Nach Abschluß des Studiums war er als Bauingeneur und Bauleiter bei verschiedenen Baufirmen in Bayern tätig. Bis zur Erreichung des Ruhestandes im Jahre 1987 war Eberhard Arnold Marketingleiter Hochbau bei der Firma Markgraf in Bayreuth und wohnte seit 1973 in Goldkronach (Leisau) Aus der im Jahre 1957 geschlossenen Ehe gingen 4 Kinder hervor.
Seit seinem Studium interessierte sich E. Arnold vermehrt für Geologie und besuchte zusammen mit seiner Gattin sowie Fam. Eicken (Bayreuth) regelmäßig die Vortragsveranstaltungen des Geologen Prof. Erich Rutte (Würzburg). In den siebziger und achziger Jahren bot Prof. Rutte auch unserer Gesellschaft geologische Vorträge und Exkursionen an. Außerdem verfasste er 1981 das vielen unserer Mitglieder bekannte Werk über “Bayerns Erdgeschichte” (Ehrenwirth, München).
Darüber hinaus beschäftigte sich E. Arnold seit dem Eintritt in den Ruhestand vorrangig mit dem Universalgelehrten Alexander von Humboldt, 1989 übernahm er (bis zu seinem krankheitsbedingten Ausscheiden im Jahre 1999) den 1. Vorsitz im Museumsverein Goldkronach und organisierte zahlreiche Sonderausstellungen im dortigen Heimatmuseum. Er baute dieses Museum mit seinen Sammlungen zu einem in Fachkreisen bekannten Bergbau- und Heimatmuseum aus, dessen Bedeutung weit über den Fichtelgebirgsraum hinausragt. Das neu eingerichtete Museum soll nach seiner Fertigstellung im Jahre 2004 auch Infostelle des Naturparkes Fichtelgebirge beherbergen. E. Arnold leitete zahlreiche Exkursionen, bot Führungen an und hielt eine Reihe von Vorträgen zu dem Themen Alexander von Humboldt, Geologie und Bergbau im Raum Goldkronach. Das obige Foto aus dem Jahre 1998 (G. Eicken) zeigt den Exkursionsleiter Eberhard Arnold im Steinbruch Schicker bei Bad-Berneck. Der Verstorbene führte den Schriftverkehr des Museums, er beantwortete insbesonders die zahlreichen Anfragen Humboldt betreffend und unterhielt Kontakte mit zahlreichen Alexander von Humboldt Spezialisten, vor allem auch der Humboldtforschungsstelle in Berlin.
Eberhard Arnold war eine  große Persönlichkeit. Er war immer zurückhaltend und hatte ein frohes Fachwissen, welches er in verständlicher Weise und mit großem Geschick bei Exkursionen und Vorträgen an die Zuhörer weitergeben konnte. Er war liebenswert, unterhaltsam, immer vorwärtstreibend und stets motiviert. Bemerkenswert war sein unermüdlicher und segensreicher Einsatz für die Allgemeinheit. Die Veranstaltungen der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Bayreuth besuchte er regelmäßig.
Nach Erreichung des Ruhestandes setzte die Puplikationstätigkeit von E. Arnold ein.
Er verfasste mehrere äußerst fundierte Arbeiten über Alexander von Humboldt und die Geologie des raumes Goldkronach. Das enorme Engagement für die Allgemeinheit und die Publikationstätigkeit des  auch in Fachkreisen geschätzten  Humboldtkenners wurde auch öffentlich gewürdigt. So erhielt er am 26. 10. 2001 das Ehrenzeichen des Bayrischen Ministerpräsidenten und wurde Anfang 2002 mit der Silbernen Bürgermdaillie der Stadt Goldkronach ausgezeichnet
Wir werden Eberhard Arnold immer in ehrenvoller Erinnerung behalten.

 

10-Silberrose -Silberrose (2)

 

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