wappen klein8 Landesfürsten wappen klein

Die  Walpoten
Quelle: Konrektor Schoerrig  1954  Archiv Günther Wein

    Sie treten zu Anfang des 11. Jahrhunderts als  ein auf dem Jura  und im Frankenwald reichbegütertes edelfreies Geschlecht auf.  1059 wird urkundlich zum 1. Male ein Immo Walpoto genannt. Der Name Walpoten  erinnert an das Amt, das dieses Geschlecht im Rahmen der fränkischen  Grafschaftsverfassung innehatte. Als "Gewaltpoten" oder "Gewaltträger"  (vicecomites, missi oder nuntii  comites) übten sie im Namen eines Höheren,  entweder des Königs oder Gaugrafen, richterliche Befugnisse aus.
   Ihr  Stammsitz war die Burg Zwernitz, das heutige Sanspareil. Ihre Besitzungen im  Frankenwald hatten Marktleugast als  Mittelpunkt, die am Weisen Main  Berneck.
   Schon um 1030 schenkte Regenold  Walpoten Güter von Stein bei  Berneck an die Bamberger Kirche. Aus dieser Schenkung, dazu aus der Übergabe  eines Gutes zu Chloden (Wasser- bezw. Hohenknoden) im Jahre 1128 durch Popo de  Scoregast an das Stift St. Jakob in Bamberg leitete dieses auch den Besitz des  Berges Berneck ab.
     Denn als Ulrich Walpoto um 1150 auf diesen Berg  eine Burg baute, erhob das Stift  Einspruch, worauf ihn der Bischof im Jahre  1177 zwang, das Stift durch sein Gut  im Orte Pfaffenreuth zu entschädigen und  die Burg Berneck mit dem Orte Chloden (=Hohenknoden) als Lehen zu nehmen.
   Schon zu Ausgang des 13.  Jahrhunderts waren die Walpoten, aller ihrer  Burgen beraubt, völlig verarmt. Der  Letzte des Hauses, Friedericus dictus  Walpoto, verkaufte im Jahre 1300 seine  letzten Güter um Leugast an das Kloster  Langheim und trat in die Dienste des Vogtes von Weida.

BuiltWithNOF
[Goldbergknappen] [A.v.Humboldt] [Mineralienfreunde Fichtelgebirge] [Besucherbergwerk] [Humboldtweg] [Geologie um Goldkronach] [Michael Götz] [über Goldkronach] [Besiedlung] [Die Landesherren] [Burggut] [Grafen Orlamünde] [Ritter v. Wallenrode] [Persönlikeiten] [Goldwäscher v Goldkronach] [Stadtkirche] [Links] [impressum] [Wallfahrtsort St. Jobst] [Siedlungen] [Mirakelbuch St. Jobst] [Pfarrer Eign] [Glöcklein] [Seyler] [Bergbau im Markgrafentum]