goldgesicht
Wein Signe
Humboldt-Weg-3

Ein Blick nach Brandholz, wo unser Humboldtweg weiter läuft

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Der Humboldweg führt uns durch den Ort Brandholz
Wir überqueren die Fichtelgoldstraße , laufen über die kleine Brücke des Zoppatenbaches und sehen hier ein Schild “Altes Pochwerk”
Es wurde ca 50 m unterhalb des Zaunes errichtet jedoch 1562 durch einen starken Wolkenbruch weggeschwemmt

 

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Nun wenden wir unseren Blick nach rechts
Hier sehen wir die ehemalige Mühle von Brandholz, die 1700 erbaut wurde und noch jetzt von der Familie Tröger bewohnt wird.
rechts hinter dem Torbogen am Hang befindet sich der ehemalige Erbstollen der “Zeche Rautenkrantz” er wurde ehemals als Entwässerung der Zeche verwandt und ist 15-- als der “Tiefe Fürsten-oder Christian-Erst-Stollen” errichtet wurde eingegangen

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Bei der Garage hinter dem Torbogen befand sich das Stollenmundloch, leider ist hier nichts mehr zu sehen

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Altbürgermeister Hans Tröger am ersten Provisorium der Beschilderung

Tröger hat in den 60er Jahren als Bürgermeister verhindert, daß die Halden der Zechen abgetragen werden sollten
man vermutete, daß hier auch das liegengebliebene Uranerz ausgebäutet werden sollte

unten: man staunt immer wieder, wenn man solche Bauwerke betrachtet, denn teilweise sind diese Gewölbe ohne Mörtelzusatz gebaut worden
der Mühlkanal

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Jetzt blicken wir nach links und haben eine komplette Bergwerksanlage vor uns
Als erstes sehen wir das Bergwerksgebäude, das 1838, nachdem der große Brand in Goldkronach das dortige Bergamt verwüstete ein Stockwerk hochgezogen und das Bergamt hier installiert. Da durch den Stadtbrand fast alle Unterlagen mit verbrannt sind wurde hier das Bergamt Wunsiedel, die noch ein komplettes Inventar hatten, einquartiert,
was zur Folge war, daß es dann Bergamt Wunsiedel in Brandholz hieß

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An dieser Stelle war die eigentliche Auffahrt zum Schachtgebäude, hier befuhr auch der bayrische König die Grubenanlage und fuhr nach einer Stunde Besichtigung mit seiner Gattin weiter nach Alexandersbad zur Kur

Das aufgestockte Bergwerksgebäude, das 1838 zum Bergamt Wunsiedel in Brandholz umbenannt wurde

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einer der letzten Bergbeamten aus Brandholz
Name leider nicht bekannt
unten das Dienstsiegel

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das Schachtgebäute oder Huthaus des unteren Scheibenschachtes, daneben der 1860 neu ausgemauerte Förderschacht, der noch für die Grube Schickung Gottes in Betrieb war
bei der Restaurierung des Gebäudes wurde der Außenputz entfernt, hier kamen dann zwei Torbogen rechts und links zum Vorschein

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Amtssiegel Bergamt Wunsiedel in Brandholz

Nr.30 Huthaus
Nr, 31 Laboratorium
Nr. 32 Bergamtsgebäude

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links das ehemalige Laboratorium der Zeche mit Erzkeller

Nun geht unsere Wanderung weiter und sehen links neben dem Schild eine Brunnenfassung, die vom örtlichen Obstbauverein gepflegt wird
gegenüber der Escherlicher Straße sehen wir das Brandholzer Kriegerdenkmal

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Unser Weg bringt uns nach 50 m links an einen kleinen Steinbruch, der erste Versuch der Firma Hartsteinbruch Küfner, ein Versuch der Bevölkerung von Brandholz nach dem Untergang der Fichtelgold A.G. wieder Arbeit und Brot zu geben

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Diese Feldlore überliesen uns die Bergknappen aus Wunsiedel, herzlichen Dank
Günther Wein wollte hier den Broterwerb der Brandholzer darstellen, leider wurde dies ohne meines Wissens umgewidmet

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links der Anfang mit Fuhrwerk, rechts schon der Fortschritt mit einem Vollgummi bereiftem Auto, das das Steingut nach Goldmühl zur Bahn brachte
nach Aussage von Hans Engelhard war der Weg nach Goldmühl so eingefahren, daß der Fahrer Hans von der Grün nicht einmal mehr das Lenkrad benützen mußte, so tief war die Spur in der Straße eingedrückt

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Jetzt wenden wir uns nach rechts und überqueren den Zopatenbach und sehen rechts einen Weiher (privat!)
dieser Weiher wird nicht aus dem Zopatenbach gespeist, sonder aus dem Solewasser der
 Zechenanlage “Schmidtenschacht”

 

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hier stand einmal dieses Haus

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Foto Pascher

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der Zulauf des Weihers Weiher das Grubenwasser des alten Schmidtenstollens

Foto Wittmann

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Foto Pascher

Von hier aus geht es bergauf zur Bergwerksstraße, wo wir von weitem schon die Pochanlage aus der bayrischen Zeit, 1852, sehen
der darüber fließende Pochgraben wurde aber schon von Alexander von Humboldt bewundert, er bewunderte die Kunst der  alten Bergknappen, die den Kanal so anlegten, daß man glaubte er fließe rückwärts
Wahrscheinlich war er schon in der zeit angelegt worden als der Weiberfeindschacht noch in der Ausbeute war und wurde für die Wasserkunst zur Lösung der Wassernot im Schacht als Antrieb des Wasserrades benutzt

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Im Pochwerk wurde nach der Stillegung der Fichtelgold ein kleines E-werk eingebaut das bis zur allgemeinen Elektrifizierung durch die BLG Strom lieferte (Weismainkraftwerk hinter Röhrenhof)

Gegenüber des Pochwerkes aus der bayrischen Zeit gab es einen Stollen
Der Sage nach soll ein Weib angestellt , die den Ausfahrenden Bergleuten den Kopf waschen mußte, da es Schlawiener gab, die sich den Goldstaub in die Haare schmierten

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Der Haitzenschacht war bei den Wasserknechten der Zeche gefürchtet, denn hier konnte keine Pause eingelegt werden denn der Schacht und dern Stollen waren so Wassernötig, daß bei einer Pause die Hauer untertage nicht mehr schlegeln konnten

deshalb hatte er auch den Spitznamen “Weinerfeindschacht”)
die Begründung, die Weiber mußten den wasserknechten das Brot in den Mund stecken
man munkelt, daß die Bergleute am Feierabend so müde waren, daß sie ihre ehelichen Verpflichtungen nicht mehr nachkamen

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diese Grubenkarte zeigt uns die verschiedene Stollenrisse

Hier wurde das Wasser zurückgehalten um bei Niedrigwasser die Anlage zu beliefern

Am Schild Wasserschloß geht es geradeaus weiter bis zun Schild “Schmidtenschacht”
hier biegen wir nach rechts AG und umwandern diese Bergwerkshalde
es ist immer noch erstaunlich, wie die Alten hier mit Säcken und Kübeln diese große Halde aufschütteten

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Wir folgen der teestraße bis zum Schild Schmidten Schachthalde hier halten wir uns rechts und wandern 50m bergab
der Wegweiser Humboldtweg führt uns um die gesamte Halde des Schmidten-Schachtes
jedoch sollte man nicht versäumen, das Wohnhaus von Michael Götz, unserem Heimatforscher anzuschauen

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Fischers-Gäßlein-020
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Jetzt wandern wir nach links und sehen die Mächtigkeit der Halde und staunt, was zur damaligen Zeit per Sack und später per Kübel aus dem Schacht gezogen wurde

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