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Die Grafen von Orlamünde Quelle: Rektor Schoerrig 1954 Archiv Günther Wein
Dieses thüringersche Adelsgeschlecht hat seinen Namen von der Stammburg Orlamünde unweit der Mündung der Orla in der Saale. Ein Zweig begründete die fränkische Linie Lauenstein auf der sogenannten ”Mantelburg” bei Ludwigstadt. Graf Hermann II. von Orlamünde war mit Beatrix, der Schwester des letzten Meraniers, verheiratet. Sein Sohn Otto I. erbte nach dem Langenstädter Vertrag von 1260 die Herrschaft Plassenburg mit Kulmbach, Trebgast, Pretzendorf (=Himmelkron) , Berneck, Nemmersdorf u. a. Er ließ das meranische Schloß Pretzendorf in ein Kloster umwandeln und stiftete es am 28. 12. 1279 dem Zisterzienzerorden als adeliges Frauenkloster ”Himmelkron”. Zur reichen Ausstattung desselben gehörten über 100 Ortschaften ( u.a. Pretzendorf, Gössenreuth, Kieselhof, Köslar, Rimlas, Hohenknoden, Wasserknoden ). Der Letzte der Orlamünder (Otto III.) verschrieb seiner Gemahlin Kunigunda, Tochter des Landgrafen von Leuchtenberg, am 18. 11. 1321 Plassenburg, Kulmbach, Berneck, Trebgast, und Nemmersdorf als Witthum (Witwengut) Am 4.4. 1338 verpfändete er seinem Oheim, dem Burggrafen Johann II. von Nürnberg, die Herrschaft Plassenburg mit der ”Veste Berneck” um 4000 Pfund gute Heller Da Otto 1340 kinderlos starb, übernahm der Burggraf Johann die vorgenannte Herrschaft. Er mußte aber der orlamündischen Witwe Podika auf deren Klage beim kaiserlichen Gericht in Landshut für ihren Verzicht auf das ”Haus (Burg) Berneck, Trebgast das Haus, Nedmersdorf das Haus und Kulmbach die Stadt” den Betrag von 1500 Schock großer böhmischer Pfennige herauszahlen. Damit waren den Grafen von Orlamünde als Landesherren gefolgt.
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