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Burggut

 

Das Burggut der Wallenrode
 Quelle Schoerrig 1954 Archiv Günther Wein

 

Das Burggut umfaßte 5 Tagwerk Feld in Rimlas, 1 Acker bei der Martersäule (beim Siechenhaus), 4 Tagwerk Feld auf dem Mainberg, 3 Tagwerk Feld auf dem Galgenberg, 4 Tagwerk Wiese auf dem Clang, 1 Wieslein unterhalb der Brücke, 2 Höfe und 2 Selden (= kleine Höfe) in hohenknoden, 1 Hof  auf dem Hag (Hoch) und 1 Haus am Markt (das jetzige Cafè Hertrich).
     Die Nutznießung dieses Burggutes war die Bezahlung für die Behütung der Burg, für ihre bauliche Erhaltung und für ihre Verteidigung.
     Die Linie der Wallenrode zu Marktschorgast, Ploß und Hohenknoden erlosch 1739 mit Carl Friedrich von Wallenrode, der 1742 in Goldkronach sein Leben beschloß.
     Von den Burgen und Schlössern der Wallenroder künden nur noch Ruinen  und öde Stätten ihr hohes Streben aber und ihre Taten Ruhm lebt fort in Sage und Geschichte. Im Orden der Deutschherrenritter taten sich zwei besonders hervor:
     Konrad von Wallenrode als Hochmeister des Ordens. Er hatte der Verbindung mit einer Habsburgerin entsagt, um sein Leben dem Dienst der Ostkolonisation zu widmen. Er wurde 1393 in der Ahnengruft der Marienburg beigesetzt.
     Friedrich von Wallenrode als Ordensmarschall. Er  fiel am 15.07. 1410 in der Schlacht bei Tannenberg. Seine Gebeine ruhen neben denen seines Oheims (Geschichtlicher Roman “Heinrich von Plauen” von Ernst Wiechert).
     Ein anderer Wallenroder brachte seinem Geschlecht Ehre als geistlicher Fürst: Johann von Wallenrode wurde 1394 Erzbischof zu Riga, nahm 1414-15 an dem Konzil zu Konstanz teil, erhielt 1418 das Bistum Lüttich und starb dort 1419.
     Das Wappen des Geschlechts prangt in Stein gehauen über dem gotischen Tor der oberen Burg. Die silberne Schnalle soll der Kaiser selbst einem Wallenroderitter verliehen haben, als ihm dieser bei einem Turnier in gefahrvoller Situation beigesprungen ist und die gelöste Schnalle am Sattelgurt befestigt hat.

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