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Quelle Rektor Schoerrig Berneck Archiv Günther Wein
Damit waren den Grafen von Orlamünde als Landesherren gefolgt Die Burggrafen von Nürnberg aus dem schwäbischen Grafengeschlecht der Hohenzollern. Sie waren 1192-1427 im Besitze der kaiserlichen Burggrafenschaft von Nürnberg. Friedrich I. (1192-1200). einer vertrauten Räte der Kaiser Friedrich Barbarossa und Heinrich VI., ist der gemeinsame Stammvater der schwäbischen, fränkischen und preußischen Linie der Hohenzollern, die durch eigene Tatkraft in kühnem Emporstreben die preußische Königs- und die deutsche Kaiserkrone errangen. Friedrich III. (1218-1227) begründete die stets kaiserliche Politik der Hohenzollern. Er war ein Vetter Rudolfs von Habsburg, setzte 1273 dessen Wahl zum deutschen kaiser durch und erhielt dafür die Verwaltung des kaiserlichen Landgerichts. Friedrich IV. (1297-1332) erhielt vom Kaiser Karl IV. das recht, alle Raubritterburgen, die er zerstörte, als Reichslehen zu behalten. 1338 ließ er sich von dem letzten Grafen von Orlamünde die Herrschaft Plassenburg mit Kulmbach, trebgast und Berneck gegen 4000 Pfund Heller verpfänden. 1340 fiel ihn diese als Besitz zu. Friedrich V. (1357-1398) wurde 1362 zum Reichsstatthalter und Feldhauptmann in Franken ernannt und 1363 in den Reichsfürstenstand erhoben. Er erwarb Bischofsgrün, Gefrees und Hof, erhob 1357 Berneck und 1365 Goldkronach zu Städten. Johann III. (1398-1420), Schwiegersohn Kaiser Karls IV., Schwager des Kaisers Sigismund und des KaisersRupprecht von der Pfalz, kämpfte gegen die Ungarn und Türken, verlegte seinen Regierungssitz von Nürnberg auf die Plassenburg, erwarb Pegnitz, Thiersheim, Selb und Erlangen. Friedrich VI. (1398-1440), Kaiserlicher reichshauptmann, erhielt von Kaiser Sigismund, dem er 1409-10 im Türkenkrieg beigestanden und 1411 die Mark Brandenburg als Verweser und1415 als reichslehen mit der Würde eines Kurfürsten und Erzkämmerers . Damit war der Grundstein gelegt zum Emporsteigen der Hohenzollern auf den Königs- und Kaiserthron. (Von nun an nannten sich alle Burggrafen von Nürnberg auch Markgrafen von Brandenburg). Verhängnisvoll für den Kurfürsten Friedrich I. wurde der Hussitenkrieg, in dem er als Reichshauptmann die deutschen Truppen führen mußte.1427 wurde sein Heer 1427 wurde sein Heer zurückgeschlagen. 1430 drangen die Hussiten racheübend vor allem in seine fränkischen Fürstentümer ein, verheerten das Land, brannten viele<Orte und Städte nieder: Hof 25.01., Bayreuth 06. 02. , Kulmbach 07.03. 1430. Berneck mag auch nicht glimpflich weggekommen sein. Albrecht I. (1440-1486) beschwor den sogenannten Hussitenkrieg (1462-63) herauf, der seinem Fürstentum von Hof bis Bayreuth Verwüstung brachte. Nur die Stadt Wunsiedel hielt dem Sturm der Böhmen stand. Friedrich IV. (1486-1515) ließ 1498 zur rascheren Verteidigung seines Landes Hohe Warten errichten (Warttürme mit gegenseitiger Verständigung durch Feuersignale). Der größte war auf dem Weisenstein bei Stammbach. Kasimir (1515-1527) brannte im Bauernkrieg 1525 viele Dörfer nieder und ließ zahlreiche Bauern hinrichten. Georg (1527-1541) führte 1529 die Reformation ein. Er unterzeichnete die Protestationsurkunde in Speyer 1529 und die Augsburger Konfession 1530. Im Jahre 1533 forderte er die Anlage von Geburts- und Taufregistern. Albrecht II. (1541-1557), bald Freind bald Feind des Kaisers, brachte viel Unheil über sein Land. In dem von ihm heraufbeschworenen Bundesständischen oder Markgräflicherkrieg (1553-54) begen die Stadt Nürnberg, die Bischöfe von Bamberg und Würzburg und andere Bundesstände, wurden die schönsten Burgen und Schlösser zerstört. Die Bernecker Burgen waren bereits im Verfall. Christian (1603-1655) war bestrebt, im 30 jährigen<Krieg seinem Land den Frieden zu erhalten, konnte aber nicht verhindern, daß sein Land 1631, 1633-34 verwüstet und er selbst 1634 seiner Regierung entsetzt wurde. Erst im Sonderfrieden von Prag 1635 erhielt er sein Land zurück und widmete sich von nun an der Heilung der Kriegswunden. Christian Ernst (1655-1712) half 1683 Wien von den Türken befreien. (Der Schloßbrunnen in Bayreuth zeigt ihn als Türkensieger.) Er ließ den achteckigen Turm und die Schloßkirche in Bayreuth sowie in Himmelkron erbauen. Georg Wilhelm (1712-1726) gründete die Stadt St. Georgen, erbaute die obere Eremitage und machte den Brandenburger Weiher, den sogenannten See, der Kahn- und Schiffahrt dienstbar. (Die Matrosengasse erinnert noch heute daran). Georg Friedrich Karl (1726-1735) ließ das Jagdschloß Falkenhaube bei Berneck erbauen. Friedrich (1735-1763) vermählte sich 1731 mit Wilhelmine, der Schwester Friedrich des Großen. Während seiner Regierungszeit entstanden viele Prachtbauten: das Opernhaus, das jetzige Regierungsgebäude, das Neue Schloß, der Neubau des abgebrannten Alten Schlosses, die neue Eremitage, die Schlösser Snpareil und Fantaisie. Auf Betreiben seiner Frau errichtete er 1742<in Bayreuth eine Universität, die aber schon 1743 wegen allerlei Mängel nach Erlangen verlegt werden mußte. Mit dem Tode Friedrichs 1763 erlosch der Glanz der Residenz Bayreuth. Friedrich Christian (1763-69) lebte fast ausschließlich auf dem markgräflichen Schloß in Himmelkron und wurde auch dort in der Fürstengruft beigesetzt. Alexander war 1763-1769 Markgraf in Ansbach und Bayreuth. Um die Landesschulden zu tilgen, verkaufte er Tausende seiner Untertanen als Soldaten an England und Holland gegen 7 Millionen Mark. 1782 ließ er die 1734 entdeckte Mineralquelle bei Sichersreuth in der Nähe von Wunsiedel neu fassen und mit Badeeinrichtungen versehen. Auf diese Weise entstand das nach ihm benannte Alexandersbad. Der Universität Erlangen wendete er ein Legat von 78000 Gulden zu. Wegen dieser großzügigen Schenkung nannte sich dieFriedrichs Universität von da an Friedrich -Alexander- Universität. Nach dem Tode seiner ersten Frau heiratete er die englische Lady Craven, die ihn derart stark beeinflußte, daß er seine beiden Fürstentümer 1791 an Preußen verkaufte und sein Land verließ. Somit waren ab 1791 (bis 1806) - wie schon unter Kurfürst Friedrich I. (1420-1437) und Albrecht Achilles (1470-1485) die hohenzollernschen Stammlande Ansbach und Kulmbach-Bayreuth mit Brandenburg- Preußen wieder in einer Hand vereinigt.
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